ausstellungen vorschau

Abe Frajndlich Helmut Newton

so beautiful

Ausstellung vom 14. April - 7. Juli 2018
Eröffnung am Samstag, den 14.04.2018 von 19 - 21.30 Uhr
Öffnungszeiten:
14.04. - 18.05.2018: Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr
vom 19.05 - 7.07.2018 Do. + Fr. 15 – 19 Uhr und nach Vereinbarung

"so beautiful" führt den Betrachter auf eine Reise, um Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute zu entdecken, die die Frauen bewundern und die Schönheit der Frauen abbilden wollen.

Das "Bewundern von Bäumen und Frauen" im Gedicht des Schweizer Lyrikers Gomringer ist in Augen mancher Sexismus und soll deshalb durch das Übermalen des Gedichtes an einer deutschen Hochschule aus der Öffentlichkeit getilgt werden. Ohne jeden Zweifel verdient sexuelle Gewalt Gehör, jedoch muss aufgepasst werden, dass die Kunst im Rahmen der #MeToo Debatte nicht an Freiheit verliert.

Die Ausstellung "so beautiful" nimmt sich die Freiheit gerade im Rahmen der #MeToo Diskussion Schönheit und Ästhetik zu thematisieren und stellt sich gegen einen Trend in der aktuellen Fotografie das Alltägliche, das Banale und das Häßliche darzustellen.

Gerhard Richter (geb. 1932) einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart sagte 2005:
»Es ist schwierig mit der Schönheit, wir sind uns nicht mehr einig, was darunter zu verstehen sein sollte. Sicher liegt es auch daran, dass der Begriff Schönheit so abgedroschen ist oder klingt. So wie »das Gute« und »das Wahre«. Aber das ändert nichts am Wert solcher idealen Eigenschaften und daran, dass die Menschen Schönheit brauchen. Für mich war Schönheit immer ein Kriterium für die Qualität von Kunstwerken, gleich welcher Art und aus welcher Zeit. [...] Ganz simpel ist Schönheit erst mal das Gegenteil von Zerstörung und Auflösung und Beschädigung, und damit ist sie schon mal untrennbar mit Form verbunden, ohne die nichts entstehen kann.« (Spiegel Nr. 33, S. 128 - 132)

Ein dominierender Schwerpunkt in der Sammlung der Galerie waren immer Frauenbilder; ob in humanistischen, modischen oder konzeptionellen Kontexten, ein Thema von Eleganz und Grazie vereint sie über Kulturen und Zeiträume hinweg. Ergänzend erzählen die Fotografien in dieser Ausstellung  vom Alltagsleben, von Moralvorstellungen, vom Wandel der Mode und vom Schönheitsideal einer Epoche.

Die Gruppenausstellung zeigt Werke berühmter Fotografen u.a.: Lillian Bassman, Ruth Bernhard, Edouard Boubat, Jean Philippe Charbonnier, Lucien Clergue, Frantisek Drtikol, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, René Groebli, FC Gundlach, Frank Horvat, William Klein, Helmut Newton, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek, Jeanloup Sieff und Karin Székessy.
Ellen Bornkessel, Embrassy of Trees #5 Scarlett Hooft Graafland, Dragon's Blood, 2014

in focus Galerie - Burkhard Arnold zu Gast in der Michael Horbach Stiftung

Ellen Bornkessel - "Embassy of Trees" + Scarlett Hooft Graafland - "Soft Horizons"

13. Mai bis 27. Mai 2018
Eröffnung am Sonntag, 13. Mai 11 - 14 Uhr
Öffnungszeiten:
13.05. - 27.05.2018: Mi. + Fr. 15:30 – 18:30 Uhr, So. 11 – 14 Uhr

in den KUNSTRÄUMEN der
Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23
50677 Köln
 
Ellen Bornkessel - Embassy of Trees

Die Künstlerin Ellen Bornkessel bringt mit “Embassy of Trees” die Natur in die Stadt zurück. Sie erinnern eindrücklich daran, dass nur eine grüne Stadt lebenswert ist.

Unserer Städte wachsen. Der begrenzte Raum wird zum knappen Gut. Wirtschaftliche Interessen stehen dem Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und sauberer Luft gegenüber. Ellen Bornkessel gibt in diesem Spannungsfeld den Bäumen eine eigene Stimme. In ihrer aktuellen Installation vor dem Kölner Dom reiht sie lebensgroße Abbildungen von Baumszenen, an Bauzäunen angebracht, aneinander. Die Besucher flanieren wie bei einem
Waldspaziergang an den Motiven der Installation entlang. Beim Betrachten der Fotografien entfaltet sich die Magie und Ästhetik der Natur. Mitten im belebten Zentrum der Stadt wirkt sie beruhigend und befreiend. Der Mensch braucht die Natur. Auch in der Stadt und ganz besonders dort.

Mit dieser Installation startet das Projekt „Embassy of Trees", das Kunst, Vorträge und Performances umfasst. Wie jede diplomatische Vertretung entwickelt die 'Botschaft der Bäume' die Beziehung zwischen zwei Welten; hier zwischen Stadt und Wald. Bornkessel erklärt: „Als Künstlerin möchte ich ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb gründete ich die „Embassy of Trees". Sie appelliert an uns Menschen, sich mit der Natur zu versöhnen, sich für Klimaschutz einzusetzen und jetzt Bäume zu pflanzen. Die Wildheit, Kraft und Schönheit der Natur, die mit diesem Projekt wieder Einzug in die Stadt hält, ist auch ein Plädoyer für mehr Lebendigkeit, Vielfalt und Schönheit in unserem Leben.

Durch die Unterstützung des Metropolitankapitels der hohen Domkirche zu Köln und der Dombauhütte wurde es möglich, den Domvorplatz als Ausstellungsort zu nutzen. Eine sinnstiftende Konstellation, denn die Institution Kirche hat sich wie die „Embassy of Trees" dem Bewahren der Schöpfung verschrieben. Im Kölner Dom residiert sie in einem UNESCO Weltkulturerbe, das es für die Nachwelt zu erhalten gilt. Obendrein symbolisieren dessen Säulen genau wie Bäume die Verbindung zwischen Himmel und Erde, des Emporstrebens alles Irdischen.

Zuerst werden Ihre großformatigen Fotografien von Bäumen vom 7. bis 21. Februar vor dem Kölner Dom zu sehen sein. Zu dieser Serie ist eine erweiterte Ausstellung vom 13. bis 27. Mai in der Michael Horbach Stiftung zu besichtigen.


Scarlett Hooft Graafland - Soft Horizons

Scarlett Hooft Graafland kreiert magische fotografische Bilder oft in weit entlegenen Gegenden der Welt, z.B. in hoch gelegenen Salztonebenen in Bolivien, entlegenen Bauernhäusern in Island, Stränden in Jemen, Madagaskar oder Polarregionen, aber auch in dem niederländischen Dorf Gorinchem. Ihre Arbeiten berühren wichtige Themen wie das Verschwinden traditioneller Kulturen und die Zerbrechlichkeit der Natur. Trotzdem wirken ihre Werke stets leicht, bunt und surreal.

Scarlett Hooft Graafland erschafft in diesen spezifischen Landschaften mittels streng choreographierter Performances lebende Szenarien in denen lokale Probleme thematisiert werden und die leere, surreale Landschaft zum Refrain einer tragischen Komödie wird, die leise das Thema kommentiert. Wochen der Vorbereitungen, in denen sie eng mit den Bewohnern arbeitet, gehen ihren Arbeiten voran. Ihre Fotografien entstehen nur mit ihrer Analogkamera und dem natürlichen Licht, ohne jegliche digitale Manipulationen.